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Fethiye

Hallo ihr Lieben!
Ich hatte mal wieder ein schönes Wochenende von dem ich euch erzählen möchte! Ich habe mich mit zwei Deutschen und zwei Finnen zusammengetan um Fethiye zu erkunden.
Das Abenteuer begann bereits Freitagnachmittag als wir versucht haben auf Türkisch Busfahrkarten dorthin zu kaufen. Mit Händen, Füßen und einigen türkischen Wörtern haben wir das dann auch hinbekommen und am Ende waren alle zufrieden – sowohl wir als auch der Verkäufer ;o)
Samstag früh ging es dann los. Wir fuhren mit einem Midibus, das ist ein etwas kleinerer Reisebus. In Fethiye kamen wir dann um 12:30 nach einer vierstündigen Fahrt an und es war bombig heiß mal wieder. Am Busbahnhof haben wir dann gleich nach dem Aussteigen die ersten Angebote für Taxis und Pensionen bekommen. Uns war allerdings erst mal nach auf Klo gehen und selber schauen zumute. Somit haben wir unsere sieben Sachen gepackt und uns den Weg zum Hafen erfragt, der sich als länger herausstellte als vermutet. Am Hafen war es dann aber sehr schön und eine freundliche Dame in der Touristeninformation gab uns den Tipp, ein Zimmer bei einer sehr günstigen Pension zu nehmen, die aus Leute wie uns spezialisiert ist. Die Pension hieß „Ideal“, also dachten wir das sei ein gutes Omen. Und tatsächlich: es war eines. Für nur 15 Lira (ca. 7,50 &euro pro Person inklusive Frühstück  kamen wir in zwei Dreibettzimmern unter. Es war sehr sauber und der Besitzer war ein pensionierter Türkischlehrer und supernett. Seine Rezeption und gleichzeitig sein kleines Restaurant für Gäste hat er auf der Dachterrasse von wo man einen wunderbaren Blick auf das Meer, den Hafen und die Berge genießen konnte. Er hatte auch gleich einige Prospekte parat, die zeigten, was man denn nun hier alles tun könnte. Innerhalb von 15 Minuten haben wir uns spontan entschieden, Paragliden zu gehen. Noch mal 20 Minuten später  saßen wir schon in dem Auto des Veranstalters, der uns an der Pension abholen ließ. Wir wurden nach Ölurdeniz gefahren. Von dort aus ging es dann in einer Art Jeep immer den Berg hinauf bis zur Startbahn für die zahlreichen Paraglider dort. Nach einer kurzen Einweisung wurde jeder von uns vor einen erfahrenen Führer geschnallt und schon ging es los.
Hier noch schnell der Standardwitz dieser Sportart:
Warum darf  man beim Starten nicht aufhören zu rennen? Weil ein türkischer Mann hinter einem her rennt!
Naja gut, also ich fands schon lustig irgendwie…
Wie auch immer, der Flug war ein ganz tolles Erlebnis. Wir waren ungefähr eine halbe Stunde in der Luft und es war so schön! Die Aussicht war atemberaubend. Leider ist mir in den letzten Minuten noch ein bisschen schlecht geworden, so dass ich dann doch ganz froh war als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Es ging einfach ein ganz schön starker Wind und der hat uns teilweise ganz schön durch die Luft gewirbelt.
Anschließend waren wir dann noch ein bisschen am Strand. So um acht Uhr waren wir dann zurück in der Pension.
Nachdem wir uns alle frisch gemacht hatten sind wir zum Hafen zurück gelaufen und haben uns da ein bisschen umgeschaut. Wir haben einen einheimischen Buchhändler gefragt, wo wir denn am Besten hingehen wenn wir nicht in einer Touristendisco landen wollen und er hat uns in eine tolle Bar geschickt, die sich auf zwei Dachterrassen befand. Dort waren wir dann tatsächlich auch die einzigen Ausländer und ein türkischer Sänger hat gesungen. Die Stimmung war super und die Türken wie immer sehr nett zu uns. Wir haben es dann auch noch einige Zeit bei einem kühlen Efes-Bier dort ausgehalten.
Am nächsten Tag  haben wir uns dann erst mal richtig ausgeschlafen. Danach haben wir uns mit dem Dolmuş nach Kayaköy aufgemacht, wo es eine Geisterstadt gibt. Anfang der 20er Jahre wurden die damals dort lebenden anatolischen Griechen gegen die in Thrakien lebenden Türken ausgetauscht und umgesiedelt. Seitdem lebt dort niemand mehr und die doch recht große Siedlung verfällt. Alle was aus Holz ist ist schon verrottet und auch die steinernen Mauern haben durch Unwetter und Erdbeben schon ganz schön gelitten. Es stehen auch noch zwei Kirchen aus dem 17. Jahrhundert. Ich fand es schon ziemlich beeindruckend wenn man darüber nachdenkt wie schnell so eine Stadt verfällt wenn man sich nicht mehr kümmert…
Am Nachmittag sind wir noch einmal ein bisschen durch Fethiye geschlendert und um 17:00 ging dann auch schon unser Bus heim nach Antalya. Wir hatten wirklich viel Spaß und auf der Busfahrt konnten wir mal ein bisschen was vom Landesinneren sehen, wenn auch vorerst nur im Vorbeifahren…
Bis zum nächsten Blog!
Eure Birgit

6.9.06 21:16, kommentieren

ALLTAG

Mein Alltag

 

Hier mal schnell noch ein kleiner Nachschlag für alle, die langsam glauben, dass ich hier nur bezahlten Urlaub mache. ;o)
Der Sprachkurs ist vormittags immer zwischen 09:30 und 12:30. Er ist so ausgelegt, dass er wenig Grammatik aber viele Vokabeln vermitteln soll. Das heißt für uns effektiv, dass wir die Grammatik möglichst selber anschauen müssen, weil da nicht sehr viel erklärt wird, wir uns aber nicht damit zufrieden geben wollen, Sätze auswendig zu lernen. Dazu kommen im Moment Unmassen an Vokabeln, die zu lernen sind. Nachmittags sind dann noch mal zwei Stunden Unterricht, in denen wir mit türkischen Studenten sprechen, Museen besuchen, Filme anschauen oder über Erfahrungen mit der Kultur und der Sprache reden (müssen).
Nächsten Mittwoch haben wir eine umfassende Prüfung. Wir müssen drei mündliche Teilprüfungen und drei schriftliche Teilprüfungen ablegen. Zusätzlich müssen wir am Donnerstag eine Art kurzes Referat auf Englisch über ein mit unserem Studienfach zusammenhängendes Thema halten und am Freitag müssen wir dann noch eine Präsentation unserer türkischen Sprachkenntnisse machen.
Und ganz ehrlich: die Abende gehen jedes Mal so wahnsinnig schnell rum…
Trotzdem muss ich sagen, dass es hier sehr schön ist. Ich wollte nur mal zeigen wie ich hier so meinen Tag verbringe. Überanstrengen tun wir uns alle nämlich trotzdem nicht. Wir haben viel Spaß und wir haben ja alle ein klares Ziel vor Augen, nämlich hier Basiswissen zu erwerben, auf dem wir dann in unseren Zieluniversitäten aufbauen können.
Ich fand einfach nur, dass das nach meinen ganzen superbegeisterten Urlaubserlebnissen auch mal  geschildert sein sollte. )
Bis bald!
Birgit

6.9.06 21:17, kommentieren

Sportliches Wochenende

Hallo ihr alle!

Von dieser Woche gibt es nicht ganz so viel zu berichten, daher hier nur ein etwas kürzerer Blog.

Am Freitag (8.9.) war ich endlich mal beim Tauchen. Ich habe hier eine nette Tauchschule ausfindig gemacht und anschließend so lange vom Tauchen geschwärmt, dass Katharina und Sarah schließlich auch mitwollten um es mal auszuprobieren. Wir sind dann mit zwei Tauchlehrerinnen runter und als die Mädels mit ihrer Luft am Ende waren bin ich dann mit einer der Guides noch alleine weiter. Ich war dann auch insgesamt 52 Minuten unten und hatte viel Spaß. Es gab doch recht viele Fische und die Sicht war ganz gut.

Danach sind wir dann erst mal in eine superleckere Konditorei, in der es wahnsinnig süße und gute Kuchen gibt. Ich habe meinen gar nicht ganz geschafft weil es einfach zu viel und zu süß war…

Heute (9.9.) sind wir schon um halb neun zum Rafting aufgebrochen. Wir sind ca. eineinhalb Stunden mit dem Bus zu einem Canyon gefahren. Dort sind wir nach einer kurzen Einweisung mit Helmen und Rettungswesten ausgestattet in die Schlauchboote gestiegen. In jedem Boot waren acht von uns und ein professioneller Guide. Es war insgesamt sehr schön, allerdings hatte ich es mir ein bisschen aufregender vorgestellt, es waren nämlich nur sehr kleine Stromschnellen. Das Wasser war dafür wahnsinnig kalt (nur ca. 11 Grad!!!), wir waren aber trotzdem drinnen und sind so gut es ging ein bisschen geschwommen. Mittags haben wir einen Stopp eingelegt und haben dort ein tolles Mittagessen bekommen. Gegen fünf sind wir dann wieder mit dem Bus nach Hause gefahren und heute abend habe ich nur mit einigen anderen was gegessen und ein Bier getrunken. Jetzt bin ich sehr müde und ich muss den Sonntag unbedingt nutzen um zu lernen und für mein Referat zu recherchieren…

 

 

Alles Liebe,

Birgit

11.9.06 15:07, kommentieren